Jan 08

Wir haben das mit der Zeugung von Sophia ja exakt geplant ;-) Bine geht nach einem Jahr wieder arbeiten, und ich nehme die restlichen 2 Monate Elternzeit. In diese Zeit fällt Weihnachten, so daß Sophia gleich zu Anfang des Jahres 2 Wochen Zeit hat, sich im Kindergarten einzugewöhnen, bevor auch ich dann wieder voll arbeiten gehe.
So geht sie also seit Monat in den Kindergarten, vormittags, und ich gehe mit.
Am Montag war sie wieder mal seit 4 Uhr wach, wir hatten also genügend Zeit, uns auf den Tag vorzubereiten :-/
Ich weiß gar nicht mehr, wie das mit dem Frühstück war und wann ich Moritz weckte – es ging jedenfalls. Anstrengend ist das Anziehen dann. Es ist recht kalt, so daß die Kinder dick eingemümmelt werden müssen. Die ersten beiden Tage machte ich den Fehler, zuerst Sophia anzuziehen und dann erst Moritz. Ein Fehler deshlab, weil Sophia dann auf Moritz warten muß, in voll angezogenem Zustand. Da versucht sie dann zwar zu laufen, kann es aber eben doch nicht und fällt hin. Dann muß man sie trösten, während Morist halb angezogen wartet. Die anderen Tage habe ich es andersherum gemacht, das ging deutlich besser.
Dann wirds im Kindergarten beim Ausziehen nochmal etwas stressig – denn hier muß ich zuerst Moritz ausziehen (die Alternative wäre, zuerst Sophia auszuziehen, sie dann in die Gruppe zu geben und dann Moritz auszuziehen – eine schlechte Alternative). Also setze ich sie in Moritz’ Garderobe auf den Fußboden und ziehe schnell Moritz aus. Der geht dann vergnügt in seinen Gruppenraum (ich bin dann ohnehin uninteressant für ihn), und dann gehe ich mit Sophia in ihre Garderobe, ziehe sie und mich aus, und dann gehen wir in den Gruppenraum. Montag und Dienstag waren wir recht früh da, was insofern ganz gut war, als daß erst wenig Kinder da waren und Sophia erstmal nicht den ganzen Streß hatte. Denn wenn alle Kinder da sind, sind es in dieser Gruppe 13 Kleinkinder, die ziemlichen Lärm und Unruhe machen. Das ist nun so gar nicht Sophias Sache – sie hat es gerne ruhig. Sie lief dann etwas desorientiert durch den Gruppenraum, nahm sich hie und da ein Spielzeug, aber man merkte (und merkt) ihr doch an, daß sie sich hier noch nicht heimisch fühlt. Das kommt aber ganz sicher noch.
Am Montag dann stehl ich mich für 10 Minuten heraus (Zigarette) – sie hatte es wohl nicht einmal bemerkt. Am Dienstag dann schon 20 Minuten – ebenfalls ohne Probleme. Mittwoch schon ca. 45 Minuten. Sie weinte laut Erzieherinnen nicht, als ich dann aber wieder in den Gruppenraum kam, lief sie mir weinend (vor Glück?) in die Arme.
Donnerstag waren wir nicht im Kindergarten, da wir einen Impftermin beim Kinderarzt hatte.
Heute, Freitag, nun ließ ich sie für ca. eine Stunde allein – und das hat nicht so gut geklappt. Sie sah, daß ich ‘rausging, und das hat sie wohl nur schlecht verkraftet. Jedenfalls erzählten die Erzieherinnen mir dann, daß sie ab und an auch mal nicht geweint hätte, woraus ich schließe, daß sie die meiste Zeit eben doch geweint hat. Schade, aber es hilft ja nichts, da muß sie durch.
Montag (da nach dem Wochenende zu Hause) werden wir das nochmal so wie diese Woche handhaben, danach werde ich sie morgens abgeben und erst gegen 10:45 Uhr wieder abholen. Ich hab’ ja Bauchschmerzen davor, aber wir haben dann nur noch diese eine Woche Zeit, bis sie Vollzeit in den Kindergarten geht.

One Response to “Die erste Woche im Kindergarten”

  1. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Erzieherinnen Weinen u.ä. als persönliches Unvermögen auffassen und es dann nicht zugeben wollen. Ich wollte kürzlich wissen, wieviel unser Kind so trinkt (“Wieviel trinkt er Ihrer Schätzung nach tagsüber?”). Daraufhin begab sich die angesprochene Haltung gleich in eine Verteidigungsposition und versuchte mir klarzumachen, dass alle Kinder wenig trinken. Erst nach einigem Beschwichtigen und Erklären bekam ich die gewünschte Auskunft.

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